Lebensmittelunbedenklichkeit | Migration

Nach der EG (VO) 1935/2004 sind Lebensmittelbedarfsgegenstände nach guter Herstellungspraxis so herzustellen, dass sie unter den normalen oder vorhersehbaren Verwendungsbedingungen keine Bestandteile auf Lebensmittel in Mengen abgeben, die geeignet sind:

  • die menschliche Gesundheit zu gefährden oder
  • eine unvertretbare Veränderung der Zusammensetzung der Lebensmittel herbeizuführen oder
  • eine Beeinträchtigung der organoleptischen Eigenschaften (Geruch, Geschmack, Aussehen) der Lebensmittels herbeizuführen.  

Aufgrund der uns vorliegenden Erklärungen unserer Zulieferer können wir bestätigen, dass weder bei der Herstellung unserer Produkte noch der unserer Fertigungsrohstoffe wie Papier und Karton bzw. Fertigungs-Hilfsstoffe wie Farben, Lacke und Klebstoffe Schwermetalle insbesondere Cadmium, Blei, Quecksilber und Chrom VI sowie chlorhaltige Lösungsmittel zum Einsatz kommen.

Bei dem Rohstoff Papier können Spuren der o. g. Schwermetalle als elementarer Bestandteile des Holzes (Zellstoff) vorhanden und analytisch nachweisbar sein. Der gesetzlich vorgeschriebene Grenzwert (Richtlinie 94/62/EG) von 100 ppm wird dabei jedoch weit unterschritten.

Um zu testen, ob in Verpackungen und Displays Stoffe enthalten sein könnten, die den Genuss von Lebensmitteln beeinträchtigen, wird im Bedarfsfall eine Lebensmittelunbedenklichkeitsuntersuchung bei einem externen, akkreditierten Analyseinstitut in Auftrag gegeben. Dabei werden sowohl die Wechselwirkungen der verschiedenen Packmittel untereinander, als auch deren Auswirkung auf das Füllgut analysiert.   

Um eine Lebensmittelunbedenklichkeitsbestätigung für einzelne Produkte zu erstellen ist es notwendig, die gesamte Prozesskette sowie das Lebensmittel selbst zu kennen.

Im Hinblick auf eine zu erwartende Druckfarben- und Mineralöl-Verordnung auf deutscher Ebene stehen wir mit unseren Lieferanten in engem Kontakt und lassen neue Entwicklungen in die Auswahl unserer Rohstoffe einfließen. Als erstes Unternehmen der Branche hat die STI Group bereits seit 2011 sämtliche Druckfarben und Lacke für den Offsetdruck auf migrationsunbedenkliche Farben und Lacke sowie Öle und Schmiermittel umgestellt. Unser Lieferant von Druckfarben für Lebensmittelverpackungen bestätigt, dass diese bereits heute dem aktuellen Entwurf der Druckfarbenverordnung entsprechen.

Mit Blick auf die REACH-Verordnung ist die STI Group als „nachgeschalteter Anwender“ („downstream user“) zu klassifizieren. Als sog. Erzeugnis-Hersteller produzieren wir Verpackungen und Displays, welche als Erzeugnisse keiner REACH-Registrierung unterliegen