Trennwände und Gesichtsvisiere sorgen in REHA-Werkstatt für neue Normalität

2020-05-27 –

“Die Trennwände helfen uns auf dem Weg in eine neue Normalität”, so Frank Haberzettl, Vorstand von Kompass Leben, einer von 46 Werkstätten für Menschen mit Behinderung in Hessen. Gemeinsam mit Werkstattleiter Thomas Henning und ausgewählten Mitarbeitern der REHA-Werkstatt in Lauterbach testete er Mitte Mai die von der STI Group entwickelten Wellpapp-Trennwände.

Die Idee hinter den Wänden: Mitarbeitern an Arbeitsplätzen für manuelle Tätigkeiten, vor allem Konfektioniertätigkeiten, einen zusätzlichen Schutz zu bieten und gleichzeitig ein effizientes Arbeiten zu ermöglichen.

In der Lauterbacher REHA-Werkstatt sind bis zu 110 Personen tätig. Sie schrauben Werkstücke zusammen, konfektionieren Produkte oder leisten vorbereitende Tätigkeiten für Medizinprodukte-Hersteller. Mit den von der Bundes- und Landesregierung erlassenen Auflagen aufgrund von COVID-19 wurden die Werkstätten zwar nicht geschlossen, Menschen mit Behinderung hatten jedoch aufgrund ihrer besonderen Schutzbedürftigkeit seit Mitte März keinen Zutritt.

„Für viele unserer Mitarbeiter war dies eine schwierige Zeit, denn sie arbeiten gerne und haben die sozialen Kontakte vermisst”, so Haberzettl. In den nächsten Wochen sollen die Beschränkungen gelockert und den Mitarbeitern eine Rückkehr an ihre Arbeitsplätze ermöglicht werden. Von den 110 Mitarbeitern sind heute gerade einmal 20 vor Ort, da sie für systemrelevante Industrien arbeiten. Die Umsetzung der Hygienekonzepte ist für Werkstattleiter Thomas Henning eine große Herausforderung. Daher legte er auch sofort Hand an, als STI Group Marketingleiterin Claudia Rivinius die Trennwände für den Praxistest in die Werkstatt brachte.

Der Nutzen war sofort offensichtlich: an einem Packtisch, an dem aufgrund der Abstandregelung aktuell nur 2 Mitarbeiter sitzen, können künftig wieder 4 Mitarbeiter arbeiten. Als „Liebling” der Mitarbeiter erwies sich schnell ein weiteres Produkt, das die Kreativabteilung der STI Group nach Ausbruch der Pandemie entwickelt hat: ein Gesichtsschutzvisier aus Kunststoff. „Viele unserer Mitarbeiter haben psychische Probleme, leiden unter Beklemmungen oder haben eine eingeschränkte Wahrnehmungsfähigkeit. Für all diese Menschen ist die Mund-Nasen-Maske extrem belastend“, so Haberzettl. Mit dem betreuenden Mediziner hatte er daher schon die Möglichkeiten von Visieren diskutiert. Dass er diese nun von der STI Group für sein Team gestellt bekommt macht ihn besonders froh.

Da die Trennwände den Praxistest in den Werkstätten bestanden haben, stattet die STI Group die Einrichtungen im Vogelsberg in den nächsten Wochen kostenfrei mit den nützlichen Helfern aus. Die Idee soll nun weiteren Werkstätten vorgestellt werden.