Advent, Advent...

… ein Lichtlein brennt! Bewegt man den Schuber der Adventskalender-Kerze nach oben, kommt ihre goldene Flamme richtig gut zur Geltung. Und das Wichtigste: Eine Klappe öffnet sich und gibt Blick und Griff frei auf 24 Schokoladen-Bonbons.

Die besonderen Verpackungen für die Vorweihnachtszeit erleben aktuell einen regelrechten Boom. Insgesamt 80 Millionen Adventskalender werden jährlich in Deutschland produziert. 50 Millionen davon gehen auch hier in den Verkauf. Für 2018 erwartet man, dass die 100-Millionen-Euro-Umsatzmarke mit den beliebten Verpackungen geknackt wird. (Quelle: Sweets Global Network).

 Welcher Adventskalender kommt an – größer, hochwertiger, teurer? Schaut man sich die Auslagen der Warenhäuser an, scheint sich die Annahme zu bestätigen. Ganz offensichtlich hat der einfache Schoko-Kalender Konkurrenz bekommen. Die Konkurrenten punkten mit hochwertigen Inhalten, häufig jenseits der klassischen süßen Füllungen. Adventskalender mit Kosmetik, Werkzeug oder Büchern, in Tannenbaum oder Kerzenform, mit Minions oder Disney-Lieblingen stehen hoch im Kurs, das Weihnachtsfest bietet Herstellern einen ganz besonderen Anlass für die Inszenierung ihrer Marke. Auch die Zielgruppe wird breiter, längst ist der Adventskalender kein reines Kinderprodukt mehr, sondern spricht Verliebte, Männer oder Haustierbesitzer gleichermaßen an. Wohin geht der Trend – muss es immer Premium sein? Ja und nein, denn letztendlich ist der Adventskalender ein Puzzleteil der Markeninszenierung. Je hochwertiger die Marke, desto premium also der Kalender. Doch auch einfach kann einfach gut sein – und 24 Mal Schoko-Genuss versüßt die Wartezeit auf Weihachten doch unvergleichlich…