Verpackungs-Trends im Fokus

Regionalgruppentreffen des Bundes deutscher Verpackungsingenieure bei der STI Group in Greven

Wie wird eine Verpackung zum Hingucker? Damit Verbraucher zugreifen, setzen zahlreiche Marken auf drucktechnische Veredelungen ihrer Produktverpackungen. Hinter den verschiedenen Drucklacken und optischen Highlights stehen anspruchsvolle Technologien. Diese standen beim Treffen der Regionalgruppe West des Bund deutscher Verpackungsingenieure (BDVI) Ende Januar im Vordergrund.

12 Verpackungs-Spezialisten von Markenartikelherstellern, Agenturen, Papierherstellern und Klebemittelproduzenten trafen sich Ende Januar in Greven. Am dortigen Standort entwickelt und produziert die STI Group Verpackungen und Warenaufsteller für bekannte Markenprodukte. Zahlreiche aktuelle Veredelungs-Technologien kommen hier zum Einsatz.

Verpackungen mit Sand-Haptik oder Glitter-Effekt

Anhand zahlreicher Muster und Praxisbeispielen überzeugten sich die BDVI-Mitglieder davon, wie Lack und Prägungen auf Verpackungen wirken. „Der neueste Clou in der Verpackungsveredelung an unserem Standort Greven ist der ‚Sandtouchlack‘“, erklärte Ralf Binow von der STI Group. „Dieser Lack verleiht der Verpackung eine raue Oberfläche, sodass sie sich wie ein Peeling anfühlt. Ein neuer Hingucker ist außerdem die Veredelung mit Glitterpigmenten.“  

Lohnt sich der Aufwand? „Ausgefallene Veredelungen und Designs werten Verpackungen auf“, erklärt Binow. „Damit steigt nicht nur die Wahrscheinlichkeit, dass der Verbraucher eine bestimmte Verpackung auswählt, sondern auch seine Bereitschaft, einen höheren Preis für das Produkt zu zahlen. Eine aktuelle Studie zeigt, dass Verbraucher für ein Produkt in einer veredelten Verpackung teilweise bis zu 50 Prozent mehr bezahlen würden.“