Nachhaltigkeit bei Verpackungen ist Verbrauchern wichtig

Wie sehr liegt den Verbrauchern die Umwelt am Herzen, wenn es um Verpackungen geht? Eine repräsentative Verbraucherstudie im Auftrag der STI Group zeigt, dass Nachhaltigkeit bei Verpackungen für jeden Zweiten eine wichtige Rolle spielt.

Laut Studienergebnis denkt die Mehrzahl der Verbraucher bei nachhaltigen Verpackungen zuerst an Themen wie Recycling und Entsorgung. Darüber hinaus ziehen Verbraucher aus dem verwandten Verpackungsmaterial Rückschlüsse auf die Nachhaltigkeit des Produktes. Eine Verpackung aus Karton oder Wellpappe wird dabei per se als umweltfreundlicher angesehen als eine Verpackung aus anderen Materialien. Die Verbraucher honorieren auch einen möglichst geringen Materialeinsatz bzw. eine geringe Verpackungsgröße im Verhältnis zum Inhalt sowie deren Wiederverwertbarkeit.

Höhere Preisbereitschaft

Die Erhebung belegt zudem eine überraschend hohe Bereitschaft der Verbraucher, für nachhaltig verpackte Produkte mehr zu bezahlen: Für ein Produkt im Wert von 2,50 Euro wären die Befragten bereit, durchschnittlich 30 Cent – also 12 Prozent – zusätzlich auszugeben. Nur 15 Prozent würden keinen Aufpreis bezahlen, zehn Prozent dagegen gaben an, sogar einen Mehrpreis von einem Euro für eine umweltfreundliche Verpackung akzeptieren zu wollen. Ob sich das in der Praxis tatsächlich bewahrheiten würde, bleibt an dieser Stelle offen. Deutlich wird jedoch, dass das Thema beim Verbraucher angekommen ist.

Welche Logos stehen für Nachhaltigkeit?

Die Online-Studie fragte auch Bekanntheit und Kaufrelevanz unterschiedlicher Logos ab. Hinsichtlich dieser Siegel belegten Der Grüne Punkt, Der Blaue Engel, Fairtrade und FSC die ersten vier Plätze. Dass Der Grüne Punkt mit Abstand das bekannteste Label ist – 93 Prozent der Befragten war das Logo geläufig – überrascht nicht. Ein Symbol für umweltfreundliche Verpackungen ist er jedoch keineswegs. Bekanntheit und Kaufrelevanz beim FSC-Logo sind dagegen steigerungsfähig: 48 Prozent der Studienteilnehmer gaben zwar an, das Logo zu kennen, doch nur 18 Prozent achten beim Kauf von Verpackungen auf eine entsprechende Kennzeichnung. Diese Diskrepanz in der Bekanntheit von Der Grüne Punkt und FSC zeigt, dass die Verbraucherkommunikation im Bereich Umwelt- und Nachhaltigkeitssiegel eine entscheidende Rolle spielt. Auch wenn der Einsatz von Papieren aus nachhaltiger Forstwirtschaft inzwischen schon fast Standard ist, bedarf es noch umfangreicher Aufklärungsarbeit beim Verbraucher. Papier und Karton aus nachhaltiger Forstwirtschaft führen in der Verpackungsherstellung zwar zu Mehrkosten - gleiches gilt für Bio-Kunststoffe – durch eine intelligente Produktentwicklung lassen sich jedoch auch Ressourcen in der Wertschöpfungskette sparen.