Es wird immer noch zu viel Luft transportiert

Studie zu E-Commerce-Verpackungen: Verbraucher fordern weniger Versandvolumen

Über 4 Mrd. Pakete wurden in 2014 in Europa verschickt, weil Verbraucher Waren online gekauft haben. UK, Deutschland und Frankreich sind dabei für 61 % des Paketaufkommens verantwortlich. Doch die Nachbarländer holen auf. Mittlerweile werden in Europa mehr Waren online gekauft als in den USA.

Für Online-Kunden ist die E-Commerce Verpackung der erste Touchpoint mit der bestellten Ware. Dass diese für Verbraucher eine wichtige Rolle spielt zeigt eine breit angelegte Studie der STI Group: 99 Prozent der Befragten gaben an, dass ihnen die Versandverpackung wichtig sei.

Produktschutz und Rückversand

Die Ergebnisse der Studie zeichnen ein klares Bild der Verbraucherwünsche: Die E-Commerce Verpackung soll die Produkte vor allem schützen, auf die Größe ihres Inhaltes angepasst sein und sich für den Rückversand eignen. Größtes Ärgernis der Verbraucher sind überdimensionierte Verpackungen mit voluminösem Füllmaterial.

Frustfreie Retouren gewünscht

Retourenquoten von 50 Prozent und mehr sind bei online bestellten Textilien oder Schuhen keine Seltenheit. Mehr als die Hälfte der befragten Verbraucher möchten nicht gewollte Artikel in einer Versandverpackung der passenden Größe zurücksenden.

Verpackung unterstützt nachhaltiges Profil des Online-Shops

Die Studie zeigt weiterhin, dass die Verpackung für jeden zweiten Befragten einen Indikator für das Umweltbewusstsein des Versandhändlers darstellt. Mit einer angemessenen Größe und wenig oder keinem Füllmaterial kann der Online-Handel beim Konsumenten punkten. Die E-Commerce-Verpackung eignet sich damit als Profilierungsmerkmal für Händler. Und die Kunden honorieren nachhaltiges Engagement: 2/3 der befragten Konsumenten gaben an, für eine CO2-Kompensation beim Versand einen Mehrpreis von bis zu 50 Cent in Kauf nehmen zu wollen.

Ready-to-Ship

Eine Verkaufsverpackung – mit Versandaufkleber versehen – direkt auf die Reise zu schicken ist die Idee hinter „Ready-to-Ship“. Aus Verbrauchersicht eine attraktive Option, denn eine zusätzliche Umverpackung kann in diesem Fall komplett entfallen.

„Click & Collect“ kommt an

Wenn man die Einstellung der befragten Verbraucher zu „Click & Collect“ betrachtet, schwächt das Online-Geschäft den Einzelhandel nicht zwangsläufig: 80 Prozent der Studienteilnehmer würden ihre online bestellten Produkte im stationären Handel abholen bzw. tun dies bereits heute – und das unabhängig von der Warengruppe. Die Chance, dass sie vor Ort weitere Produkte erwerben oder aber zusätzliche Dienstleistungen in Anspruch nehmen, ist groß.