Bedeutung von Geschenkverpackungen für Süßwarenhersteller

Rund 116 Euro gibt jeder Deutsche im Jahr durchschnittlich für Süßwaren aus. Im Auftrag der STI Group untersuchte Ipsos Observer im Juli 2014 das Kaufverhalten von 1.000 Verbrauchern innerhalb dieser Warengruppe. Die repräsentative Onlinebefragung bestätigt die hohe Impulskraft von Süßwaren.  

80% der Verbraucher treffen ihre Markenwahl erst am POS. Jeder Zweite entschließt sich sogar erst im Laden überhaupt zum Kauf einer Süßwarengeschenkverpackung. Lediglich jeder fünfte Pralinenkäufer hat seine Entscheidung im Vorfeld komplett geplant. Süßwaren erweisen sich damit gegenüber anderen Warengruppen als überdurchschnittlich impulsgetrieben. Eine vergleichbare Befragung von Ipsos zu Spirituosen im November 2013 zeigt, dass in dieser Warengruppe nur 28% der Produkte spontan gekauft werden. Jeder dritte Spirituoseneinkauf war bereits im Vorfeld komplett geplant.  

Anlässe zum Kauf von einzelverpackter Schokolade oder Pralinen gibt es viele. 71% der Befragten kaufen sie als Geschenk. Jeder Zweite hat sie zum Anbieten für Besuch zu Hause. 42% verzehren die süßen Mischungen gerne selbst. Präsentboxen werden am häufigsten als Dankeschön, zu Geburtstagen und für Gastgeber gekauft. Jeder Zweite legt Pralinen unter den Weihnachtsbaum und ins Osterkörbchen.  

Bei der Produktwahl spielt für knapp 2/3 der Verbraucher die hochwertige Optik der Verpackung eine wichtige bzw. sehr wichtige Rolle. Jeder Zweite begrüßt es, wenn das Produkt direkt aus der Verpackung ansprechend serviert werden kann. 45% wünschen sich eine Schleife bzw. dekorative Elemente auf der Box, so dass nochmaliges Verpacken entfällt.  

Edel verpackte Süßwaren steigern die Preisbereitschaft  

Anhand der fiktiven Schokoladenmarke Semo testeten die Marktforscher zudem den Einfluss von Geschenkverpackungen auf die Preisbereitschaft der Verbraucher. Dabei wurden diese zunächst befragt, wie viel die unverpackten Schoko-Pralinen kosten dürfen. Der 100g-Preis hierfür lag bei durchschnittlich 1,21 Euro. In einer quadratischen Kartonfaltschachtel präsentiert stieg die Preisbereitschaft um 26% auf 1,52 Euro/100g. Für eine veredelte Hülle würden die Befragten sogar 50% mehr bezahlen, also 1,82 Euro/100g. Für Frauen dürften die süßen Produkte sogar noch mehr kosten. Ihre Ausgabebereitschaft liegt bis zu 10% über dem Durchschnitt und bis zu 23% über den Preisvorstellungen der Männer.

Optimale Produktverpackung für Schokolade