Qualitätstests
Im STI Group-eigenen Labor sowie in Zusammenarbeit mit dem Topa Institute werden Verpackungen und Displays getestet, die Ergebnisse fließen in den Entwicklungsprozess ein.
Die Testmöglichkeiten reichen von Stoß-, Rüttel- und Falltests bis hin zu umfangreichen Klimatests. Selbst wenn ein Produkt auf dem Transportweg bisher niemals beschädigt wurde, ist eine Überprüfung der Konstruktion und ein Test im Prüflabor sinnvoll, denn es könnte sein, dass die Produktverpackung überdimensioniert ist und Einsparpotenziale bietet.
Qualitätssicherung by STI Group und TOPA Institute
Produktentwicklung und Produkttests sind eng miteinander verzahnt, um eine hohe Produktqualität zu erreichen. Bestandteil der Entwicklung einzelner Gefahrgut- oder Transportverpackungen sowie auch Displays ist bei der STI Group die Durchführung standardisierter Packmitteltests. Diese erfolgen sowohl im hauseigenen Labor, als auch in Zusammenarbeit mit externen Partnern wie dem niederländischen TOPA Institute , welche standardisierte Prüf- und Analyseverfahren nach ASTM (American Society for Testing and Materials) durchführen und Verpackungen entsprechend der EG Konformitätserklärung entwickeln.
Die Optimierung und Überprüfung erfolgt dabei entlang der gesamten Wertschöpfungskette und berücksichtigt alle Stufen – vom Abfüllprozess über die innerbetriebliche Logistik und die weltweite Distribution bis hin zum Transport des Produktes zum Endverbraucher.
Testverfahren im Überblick
Nur wer ein Produkt testet weiß, ob es den gewünschten Anforderungen entspricht und Belastungen Stand hält. Die nachfolgend aufgeführten Tests können teilweise im STI Group-eigenen Labor oder im Speziallabor des TOPA Institutes durchgeführt werden.
Horizontaler Stoßtest
Horizontale Kräfte können auftreten, wenn Züge ins Wanken geraten, LKW’s hart bremsen oder beim Transport mit dem Gabelstapler Probleme auftreten. Mit Hilfe einer einzigartigen Testeinheit können diese Kräfte simuliert werden.
Vertikaler Stoßtest / Falltest
Im Rahmen des vertikalen Stoßtest wird der Einfluss der Kräfte gemessen, die bei einem Fall aus verschiedenen Höhen und Winkeln auf ein Produkt einwirken. Dieses Testverfahren ist entscheidend zur Qualifizierung von Gefahrgutverpackungen.
Vibrationstest
Vibrationen können während des Transportes sowohl die Verpackung, als auch das Produkt beschädigen. Die Testmöglichkeiten reichen daher von statischen Vibrationstests bis hin zu zufallsgesteuerten Tests.
Stapelstauchdruck
Die Stauchprüfungen (Quasi-statische Prüfungen) dienen dazu, die Festigkeit des Packstückes oder den Schutz des Inhaltes gegenüber einer Stauchbeanspruchung zu beurteilen
Kantenstauchwiderstand
Die Kantenstauchprüfung dient zur Ermittlung des Kantenstauchwiderstandes von Packstoffen. Der Kantenstauchwiderstand ist der max. Druck, dem eine rechteckige Probe einer senkrecht auf die Flächewirkenden Kraft bis zum Zusammenbruch der Wellen entgegensetzt.
Berstfestigkeit
Die Berstprüfung dient zur Ermittlung der Berstfestigkeit von Packstoffen. Der gemessene Berstdruck ist der Widerstand, dem eine kreisförmige, angespannte Packstoffprobe einem einseitig gleichmäßig ansteigenden Druck bis zum Bersten entgegensetzt.
Flachstauchwiderstand
Die Flachstauchprüfung dient zur Bestimmung des Flachstauchwiderstandes von Wellpappe. Der Flachstauchwiderstand ist der max. Druck, dem eine Probe einer senkrecht auf die Fläche wirkenden Kraft bis zum Zusammenbruch entgegensetzt.
Durchstoßarbeit
Die Durchstoßprüfung dient zur Bestimmung des Widerstandes, dem eine eingespannte Packstoffprobe dem Durchdringen eines Durchstoßkörpers entgegensetzt. Die dabei anzuwendende Durchstoßarbeit wird verbraucht zum Einstechen, Weiterreißen und Aufbiegen der Probe.
Cobb-Wert
Der Cobb-Wert gibt Auskunft über das Wasseraufnahmevermögen von Papier, Karton und Wellpappe, das innerhalb eines festgelegten Zeitraums von 1m² des zu testenden Materials unter festgelegten Bedingungen absorbiert wird. Je geringer der Cobb-Wert, desto größer ist die Wasseraufnahmefähigkeit des Materials.
Klimatest
In einer speziell entwickelten Klimakammer können die Einflüsse extremer Temperaturen zwischen -35° C und +70°C sowie von Luftfeuchtigkeiten zwischen 40 und 95% gemessen werden. Dies ist insbesondere für den Überseetransport sowie die Lieferung in Länder mit Tropenklima wichtig.